Welcher Job ist sinnvoll? Wo und wie bewerbe ich mich?

 

 

Karriere:

 

Vor 10 Jahren gab es zig Internetagenturen, davon sind wenige übrig geblieben (dank der Homepage-Baukastenangebote von 1und1, Jimdo, etc....). Ebenso bei den Eventagenturen. Ebenso im Bereich Messebau, bei Druckereien,...

 

Eine Spezialisierung auf einen Bereich, der sich schnell verändern kann, birgt ein hohes Risiko, wenn man den Trend verschläft.

Zählt man zu den Besten, hat man gute (Verdienst-)Chancen am Markt.

 

Unsere Erfahrung: Wer mehr anbieten kann, kann im Laufe seines Arbeitsleben in Krisensituationen flexibler reagieren und hat deshalb höhere Chancen Arbeit zu finden.

 

Bei der Auswahl der richtigen Firma kommt es neben der Vergütung und den Sozialleistungen auf die persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten an:

Eigene Projekte, interne Weiterbildungsangebote, Budget- und spätere Personalverantwortung, steigende Kompetenzen.

 

 

Bewerbung:

 

Welche Bewerbungsstrategie ist die richtige?

1. Blind-Bewerbung

2. Stellenanzeige im Internet / Zeitung

3. Empfehlungen von Bekannten / Freunden

4. Auswertung von Presseartikeln und Handelsregisterauszügen

 

 

zu 1.: Blindbewerbung

 

Bitte keine Bewerbung rausschicken, ohne vorab

Kontakt gehabt zu haben!

 

Gehe zuerst auf die Internetseiten von Unternehmen,

die dich interessieren.

Was bietet das Unternehmen seinen Kunden?

Was kann ich dem Unternehmen bieten?

In welche "Richtung" möchte sich das Unternehmen entwickeln?

 

Im zweiten Schritt kannst du telefonischen Kontakt aufnehmen zur Geschäftsführung, Fachabteilung oder - wenn nichts anderes möglich ist - zur Personalabteilung.

 

Schreibe dir in kurzen Sätzen auf, wie du dich vorstellen willst

und welche konkreten Fragen du hast.

 

Nutze das Erstgespräch,

um einen guten Eindruck zu hinterlassen!

 

Je mehr Informationen du über das Unternehmen / Job bekommst, desto einfacher ist es für dich.

So kannst du auf genannte Themen in deinem Bewerbungsschreiben entsprechend eingehen.

 

 

zu 2.: Stellenanzeige in der Zeitung / Internet

 

Je nach Medium und Job bewerben sich bis zu 200 Personen auf eine Stelle! Hier gilt es das Anforderungsprofil der Stellenanzeige zu 100 % zu erfüllen und - passend zum Jobniveau - durch zusätzliche Qualifikationen "perspektivisch" zu übertreffen. 

 

Aber: Bei Sachbearbeiter-Stellen braucht man keine Abteilungsleiter-Qualifikation, sonst wird man als "überqualifiziert" angesehen und nicht genommen, da der Arbeitgeber Angst hat, dass man diese Stelle nur vorübergehend besetzen wird.

 

 

zu 3.: Empfehlungen von Freunden & Bekannten

 

Empfehlungen können der "Türöffner" sein, um zu einem Gespräch eingeladen zu werden. Dadurch umgeht man oftmals den klassischen Auswahlverfahren.

 

Ob in der Familie, im Verwandten- und Bekanntenkreis, im Sportverein oder auch beim Gemeindefest:  

Kommunizieren hilft!

 

Wenn niemand weiß, dass du eine Stelle suchst,

dann kann dir auch keiner helfen! 

 

Eine aktuelle Kurz-Bewerbung, die auch online (z.B. als pdf) versendet werden kann, sollte immer vorhanden sein,

damit du schnell reagieren kannst.

 

 

zu 4. Auswertung von Presseartikeln und Handelsregisterauszügen

 

Unternehmen durchlaufen verschiedene Phasen:

Gründung, Wachstum, Umstrukturierung, Zukauf von anderen Firmen, etc.. 

 

In fast jeder dieser Phasen brauchen diese Unternehmen Unterstützung durch Marketing- und Medienfachleuten.

Ein optimaler Zeitpunkt, um sich dann als "Problemlöser" vorzustellen!

 

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Eine solide, staatlich anerkannte Ausbildung mit Option auf einen späteren akademischen Abschluss ist die Basis. Aber das alleine reicht nicht aus.

Unternehmen legen Wert auf Soft Skills, auf weiche Fähigkeiten:

 

Was macht der Bewerber in seiner Freizeit?

Welche Erfahrungen hat er bereits gesammelt?

Ist er ein Teamplayer oder eher ein Einzelkämpfer?

Hat er besondere Fähigkeiten und Kenntnisse?

Ist er belastbar?

 

 

Auslandsaufenthalte (keine Urlaube!) werden bei Bewerbern sehr gerne gesehen, denn sie zeigen eine gewisse Reife und Durchsetzungskraft. Die erworbenen Sprachkenntnisse können im Berufsumfeld zusätzlich eingesetzt werden!

 

Es eignen sich work & travel / work & study-Programme oder auch Sprachkurse in den Semesterferien an ausländischen Universitäten. Siehe auch "Qualifikation und Soft-Skills".

 

 

Projekterfahrung bei Jubiläumsfeiern im Verein oder in der Gemeinde, als Betreuer bei Jugendfreizeiten oder Streckenposten beim Marathon. Jede ehrenamtliche und außergewöhnliche Tätigkeit zeigt ein Stück von euch.

 

 

Weitere Infos und Beispiele zu Soft-Skills findet ihr auf der Seite

"Qualifikation & Soft-Skills".

 

A propos Profil:

Keine freizügigen Bilder auf euren Internet-Profilen und bitte keine entsprechenden Statements! Personaler und Chefs screenen das Internet bevor es zu einem Bewerbungsgespräch kommt.

 

Bei "falschen" Inhalten ist die Chance vorbei!

 


 

 

 

 

Was Personalentscheider zu Bewerber-Profilen auf Xing (=Business-Plattform im Internet) sagen:

 
Profilbild:

 

61 % raten Frauen, nicht zu viel Schminke aufzutragen

 
  47 % raten von sichtbaren Piercings ab  
  45 % raten von "witzigen" Profilbildern ab  
  11 % raten von sichtbaren Piercings ab  
Position:

 

 

80 % sehen die aktuelle Position eines Mitgliedes beim Erstbesuch eines Profils als besonders wichtig an

 
Werdegang:

 

Für 40 % sind ausgefallene Berufsstationen ein positiver Hingucker auf einem Xing-Profil

 
 

Wer mit keiner solchen Stationen dienen kann, hat die Möglichkeit, auf anderem Weg auf sich aufmerksam zu machen, denn 21 % der Befragten halten die Mitgliedschaft in einer ausgefallenen Gruppe für positiv.

 
"Ich biete / suche"

 

62 % registrieren es positiv, wenn Xing-Nutzer "gewitzte" Formulierungen im persönlichen Bereich unter "Ich biete" und "Ich suche" verwenden
 

 

"Gero Hesse, Experte für Human Resources und Mitglied der Geschäftsleitung der Medienfabrik Gütersloh:

 

„Wir erleben wie der Fokus auf stromlinienförmige Lebensläufe in den modernen Arbeitswelten mehr und mehr schwindet.

Im Bewerbungsprozess werden Individualität und Kreativität der Kandidaten zu entscheidenden Bewertungskriterien.

 

Diese sollten unbedingt auch in der Selbstbeschreibung auf sozialen Netzwerken zum Ausdruck kommen.“

 

Diese Expertenmeinung schlägt sich auch in den Ergebnissen der aktuellen Xing-Studie nieder: 80 Prozent der befragten Recruiter wünschen sich eine Darstellung von Referenzprojekten potentieller Kandidaten auf Xing. Zudem bestätigen Personalentscheider, dass bei der Personalsuche ein feiner Unterschied im Xing-Profil eines Bewerbers ausschlaggebend sein kann. Demnach wirkt es sich positiv aus, wenn Xing-Nutzer „gewitzte“ Formulierungen im persönlichen Bereich unter „Ich biete“ und „Ich suche“ verwenden."

 

Quelle: http://www.lead-digital.de / www.xing.com